Sprache-Politik-Gesellschaft

Iris Forster

Euphemistische Sprache im Nationalsozialismus

Schichten, Funktionen, Intensität

978-3-934106-63-5
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Reihe: Sprache-Politik-Gesellschaft, Band 3

Das Phänomen des Euphemismus – als sprachliche Ausdrucksform zur mildernden, beschönigenden oder verschleiernden Umschreibung eines unangenehmen Wortes oder Sachverhaltes – wird in der vorliegenden Arbeit erstmals systematisch für die Zeit des Nationalsozialismus untersucht.

Als Basis fungieren hierbei ein kommunikativ-pragmatischer Euphemismusbegriff (der den sprachlichen und außer-sprachlichen Kontext berücksichtigt und den Euphemismus als mögliche Funktion von Sprache begreift) sowie ein erweiterter Tabubegriff (der neben den klassischen Tabubereichen auch aus grundsätzlichen taktisch-politischen Überlegungen heraus entstandene Tabus einschließt).

Im Rahmen einer Analyse euphemistisch dicht besetzter Themenfelder zwischen 1933 und 1945 ergeben sich so Erkenntnisse zu Merkmalen, kommunikativen Funktionen, formal-grammatischen Eigenschaften sowie möglichen Bildungsweisen von Euphemismen in der politischen Sprache, auch über den untersuchten Zeitraum hinaus.