Harry Falk (Hrsg.)

Vom Herrscher zur Dynastie

Zum Wesen kontinuierlicher Zeitrechnung in Antike und Gegenwart

978-3-934106-20-8
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Reihe: Vergleichende Studien zu Antike und Orient, Bd. 1

»Christi Geburt« ist der Anfangspunkt der Zeitrechnung der abendländischen Kulturen. Alternativ oder zusätzlich dazu gibt es Jahreszählungen, die andere Startpunkte verwenden. Anlässlich der zurückliegenden Millenniumsfeier wurde deutlich, über einen wie großen Zeitraum wir die Jahre bereits zählen.

Dass eine kontinuierliche Zeitrechnung eine große kulturelle Errungenschaft ist, die erstmals im 3. Jh. v. Chr. eingeführt wurde, zeigt diese Sammlung von Aufsätzen, in der Spezialisten für die Kulturen der Antike oder des Orients ihr Material versammelt haben. Die unterschiedlichen Zeitrechnungen werden in der Einleitung vom Herausgeber analysiert und je nach der Art, wie sie von ihren Anwendern empfunden werden, in »subjektive« und »objektive« Modelle geschieden.

Die Beiträge behandeln Grundmuster aus der römischen Welt, aus Ägypten, Mesopotamien, Iran, Indien, China und Japan, religionsbezogen zum Christentum und Islam. Dass antike Denkmuster nicht völlig ausgestorben sind, zeigen zwei Beiträge aus der Ethnologie, Indien betreffend. Nicht zuletzt findet sich hier in einem Beitrag von C. Colpe eine neue Erklärung des »falschen« Beginns der christlichen Zeitrechnung.